Unsere Winzer

sind unsere Basis. Ohne sie gäbe es ja all die Weine nicht, die wir Ihnen in unserem Weinladen in Berlin-Schöneberg, weit weg vom klassischen Weinanbau, mit Freude anbieten.
Wir haben großen Respekt vor ihrem Können und ihren Fähigkeiten, auf ihren jeweils spezifischen Terroirs mit großem Engagement Weine zu erzeugen, die typisch & charaktervoll sind, die manchmal auch verspielt & innovativ sein können, uns aber immer erfreuen bis begeistern. Dass wir mit einigen von ihnen auch freundschaftlich verbunden sind, könnte an dem gemeinsamen Interesse an guten Weinen liegen ...

Sie finden hier eine Liste (fast) aller unserer Weinerzeuger. Von einigen – bislang nur wenigen – konnten wir ein kleines Porträt einfügen, das idealerweise vom Weingut selbst stammt. Das soll sich in Zukunft noch ein wenig füllen ...

Winzer  (komplette Liste zum Download, PDF 4,8 MB)

 

Nachfolgend finden Sie Informationen zu Winzern, mit denen Autos und Weine zusammenarbeitet.
Es handelt sich um eine Auswahl.

Deutschland

Winzer: Heiko Bamberger

Das Wein- und Sektgut Bamberger liegt in Meddersheim an der Nahe. Seit Generationen bewirtschaftet die Familie ausgezeichnete Steillagen: das Monzinger Frühlingsplätzchen und die Meddersheimer Lagen Altenberg und Rheingrafenberg. Heiko Bamberger führt mit seiner Frau Ute den Betrieb, in dem Jung und Alt die 15 Hektar Rebfläche Hand in Hand bearbeiten.

Enorme Leidenschaft und perfektionistische Ambitionen stecken Bambergers in die Sektherstellung mittels traditioneller Flaschengärung. Der Sekt reift bis zu fünf Jahren auf der Hefe und wird gewissenhaft von Hand am Rüttelpult gedreht. 2016 schreibt der Gault Millau: „An der klassisch handwerklichen Sektherstellung im Rüttelkeller kann man erkennen: Hier schlägt das Herz des Betriebs.“

In Sachen Weinbau setzt Heiko auf die klassischen Rebsorten Riesling und Burgunder. Mit viel Sorgfalt bringt er aus den Böden des Nahetals, die von rotem Sandstein, Quarzit und Schiefer geprägt sind, Weine mit mineralischer Würze, viel Klarheit und Finesse hervor. So unterschiedlich wie das Terroir, so individuell sind auch die Weine: Im Charakter ungestüm, brav oder verspielt.

Winzer: Christian Nett

Weingut_brn_Foto_Dominik H. Rossbach_Autos und WeineWir arbeiten in Harmonie mit der Natur, denn sie ist unser größtes Kapital. Über das ganze Jahr bestimmt sie den Takt unserer Arbeit, besonders im Weinberg.

Im Weinberg ist unsere größte Herausforderung, das Potenzial und die Eigenheiten jeder einzelnen Parzelle herauszuarbeiten. Entscheidend ist hier die Wahl der richtigen Rebsorte.

Im Keller regieren Ruhe und Zurückhaltung: Wir lassen den Weinen viel Zeit! Von der sanften Pressung der Trauben über eine gezügelte Vergärung der Moste und ein langes Feinhefelager der Jungweine bis hin zur endgültigen Flaschenfüllung.

Das Weingut ist seit 2015 in Umstellung auf öko-zertifizierten Weinbau.

Winzer: Matthias & Christian Runkel

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Weingut Bischel - Foto: Weingut Bischel

Weinbau hatte in unserer Familie schon immer Tradition. Unser Groß­vater schuf in den 1960er Jahren die Basis für das heutige Weingut.

Vor einigen Jahren begannen wir damit, konsequent die Weinqualität zu steigern. Mehr Weinberg, weniger Keller war dabei der wichtigste Schritt. Naturnaher Weinbau, niedrige Erträge und perfekt reife Trau­ben sind bis heute das Rezept. Seitdem können wir die Herkunftsun­terschiede der einzelnen Parzellen deutlich schmecken und immer besser herausarbeiten.

Herkunft ist das wichtigste Stichwort geworden, denn sie macht den Unterschied. Unsere Weinberge verteilen sich auf die drei Ortschaf­ten Appenheim, Gau-Algesheim und Bingen am Rhein. Jeder der Orte steht für uns im Zusammenhang mit bestimm­ten Böden, Rebsorten und klimatischen Bedingungen, auf die wir mit akribischem Handwerk eingehen. Neben den klimatischen Unterschieden sind es die uralten Ausgangsgesteine Kalkstein, Tonmergel und Quarzit, die großen Ein­fluss auf unsere Weine nehmen.

Winzer: Alexander Pflüger

Weingut Pflüger, Bad Dürkheim / Pfalz_Foto_Weingut Pflüger, Bad Dürkheim / Pfalz_Autos und Weine
Weingut Pflüger, Bad Dürkheim - Foto: Weingut Pflüger, Bad Dürkheim / Pfalz

Alexander Pflüger leitet das Weingut seit 2010. Doch schon im 18. Jahrhundert sind der Weinbau und die Familie Pflüger eng miteinan­der verbunden. Heute kommen die Weine von ca. 25 ha aus den besten Lagen rund um Bad Dürkheim, Ungstein und Wachenheim.

Wie für die Pfalz typisch liegt der Fokus auf den klassischen Reb­sor­ten Riesling, Weissburgunder, Pinot Noir oder St. Laurent. Eine rare Spezialität ist der Schwarzriesling aus alten Anlagen – internationale Sorten wie Chardonnay und Sauvignon bereichern das Sortiment.

Originalität und Authentizität werden erreicht durch kompromisslose Qualitätsarbeit im Weinberg und puristischem Ausbau im Keller.

Un­terstützt durch die biodynamische Bewirtschaftung keltert die Familie Pflüger Weine mit Charakter, Tiefe und Heimat. Alexander Pflügers Engagement wurde 2011 mit der Aufnahme in die Gruppe der Spitzentalente des VDP Pfalz be­lohnt.

Frankreich

Winzer: Remi & Jean-Jacques Bonnet

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Domaine Bonnet-Huteau, Muscadet - Foto: Domaine Bonnet-Huteau

Was die Familie Bonnet in der besten Muscadet-Region „Sèvre-et-Maine“ erzeugt, begeisterte uns schon in den 1990er-Jahren. Fein mineralisch, frisch, mit delikater Frucht und immer ausgewogen, niemals säurebetont.

Nach dem Einstieg von Bruder Jean-Jacques im Jahr 1998 ging es dann nochmals aufwärts: die einzelnen Terroirs wurden kartiert und bewertet, seit 2005 ist das Weingut öko-zertifiziert und gleichzeitig entstanden aus den wertvollsten Parzellen, deren Basis auf verschiedenen vulkanischen Verwitterungsböden beruht, Weine mit ganz unterschiedlichen Charakteren. Da darf die einzige in der Region zugelassene Rebsorte „Melon de Bourgogne“ endlich einmal zeigen, was sie kann – und sie kann viel, denn sie spiegelt ganz wunderbar das Terroir wider, auf dem sie gedeiht. Muscadet ‚en perfection‘.

Caves de Grenelle, Saumur 

Die Caves de Grenelle sind die letzte im Familienbesitz verbliebene Kellerei in Saumur, die nach alter Methode die klassischen Schaumweine der Region erzeugt: Saumur Brut und Crémant de Loire. Die Chefin dieses Familienunternehmens, Françoise Flao, hat ein sehr eindeutiges Credo: „Wir denken langfristig und werden das Handwerkliche zwar durch neue Technologien ergänzen, wollen es aber nie ersetzen.“ Anders gesagt heißt das: Qualität geht vor Menge oder auch: „lieber klein, aber fein“. Das finden wir natürlich auch - und lieben die Qualitäten dieser Traditionskellerei.

Winzerin: Francis Dèche

Wie bei vielen Winzer in der Gascogne ging es beim Château de Millet mehr als hundert Jahre nur darum: Trauben für die Destillation des berühmten Armagnac zu erzeugen. Und bis heute brennen sie bei Millet einen wirklich bemerkenswerten, sehr harmonischen und klassischen Armagnac.

Die Zeiten änderten sich – Hochprozentiges war nicht mehr so gefragt. Also sollte leichter Weisswein das Angebot ergänzen. Und das gelingt diesem Familienweingut auf den kalkig-sandigen Böden am Gers ganz wunderbar: Der Weiße aus Ugni Blanc und der fruchtigeren Colombard bieten Sommerweinvergnügen par excellence – und die autochthone Rebsorte „Egiodolat“ ergänzt noch einen Rosé im selben Stil dazu.

Italien

Winzer: Alessio Di Majo

Viticultore Di Majo Norante, Campomarino Foto: Viticultore Di Majo Norante

Alessio Di Majo bezeichnet sich selbst als „dickköpfigen, gegen den Strom schwimmenden Weinbauern“. Er hält nichts davon, Rebsorten anzubauen, die es auf der Welt zuhauf gibt. Stattdessen schwört er auf alteingesessene, traditionelle Varietäten der Molise, die eigenständige, auffällige und charakterstarke Gewächse ergeben, wie z.B. Tintilia, Prugnolo, Bombino, Aglianico, Falanghina, Greco, aber auch Malvasia, Trebbiano, Montepulciano und Sangiovese.

Diese baut er in der Region Ramitello um Campomarino auf      85 ha und ausschließlich auf eigenen Lagen mit lockeren, teils sandigen Böden an. Die ständige leichte Meeresbrise in der heißen Sommerzeit mildert die Temperaturen und fördert die Aromenbildung. Eigentlich ist das Weingut komplett auf biodynamischen Anbau umgestellt – da dies in Italien aber bis heute kein Verkaufsargument ist, werden bislang nur zwei Weine als zertifiziert „Biodyn“ angeboten – für den Export.

Zur Erhaltung der authentischen Stilistiken mazeriert Alessio die Trauben für die Rotweine einen Monat lang - so wie es vor Jahrhunderten üblich war. Daher brauchen alle seine Weine eine gewisse Zeit, um sich danach zu finden.

Winzer: Gunter & Klaus Di Giovanna

Az. Agr. Di Giovanna, Sambuca _Foto_Az. Agr. Di Giovanna, Sambuca_Autos und Weine
Az. Agr. Di Giovanna, Sambuca - Foto: Az. Agr. Di Giovanna

Seit Generationen bebaut die Familie Di Giovanna ihre Weinfelder mit großer Hingabe und tiefem Stolz; die ersten Weingärten legte 1860 der Ururgroßvater Don Cristoforo Ciaccio an.

Vater Aurelio und seine deutschstämmige Frau Barbara (der die Söhne ihre deutschen Vornamen verdanken) ließen 1985 die mikroklimatischen Gegebenheiten und die unterschiedlichen Terroirs genauestens untersuchen. In den folgenden Jahren wurden viele Weinberge nach diesen Erkenntnissen neu bestockt, mit alten einheimischen, aber auch mit internationalen Rebsorten. So können die Söhne nun auf einen umfangreichen Fundus von Weinanlagen in bestem Alter zurückgreifen.

Geschafft haben es Vater und Söhne auch, die Öko-Zertifizierung ihres Weinguts bereits im Jahr 1997 umzusetzen - als eines der ersten in Sizilien.

Neben 11 ha Olivenhainen gehören zum rund 60 ha großen Gut Weinlagen mit so klangvollen Namen wie Gerbino, Fiuminello & Paradiso, die sich bis auf 800 m Höhe in den Bergen der Gemeinde Sambuca di Sicilia erstrecken.

Winzer: Leopoldo Franceschi

Tenuta Il Poggione, S. Angelo in Colle - Montalcino _Foto_Tenuta Il Poggione, S. Angelo in Colle - Montalcino _Autos und Weine
Tenuta Il Poggione, S. Angelo in Colle - Montalcino - Foto: Tenuta Il Poggione, S. Angelo

Die Geschichte dieses Weinguts beginnt Ende des 19. Jahrhunderts mit Lavinio Franceschi, Grundbesitzer aus dem Norden der Toscana, der das große Potential der Lagen um Montalcino erkannte und dort die erste moderne Kellerei errichtete. Um die Jahrhundertwende war er einer der ersten, die den „Brunello di Montalcino“ kelterten. Schon damals wurden die besten Sangiovese-Klone selektiert und auf neuangelegten Weinbergen vermehrt.

Heute entstehen die Weine unter der Regie von Leopoldo und Livia Franceschi in einer 2004 nach neuesten Erkenntnissen errichteten Kellerei . Doch wie vor hundert Jahren steht die akribische Pflege der Weinberge, handwerkliche Arbeit und klassischer Ausbau im Focus dieses Traditionsweingutes.

Inhaber: Giancarlo Moretti Polegato

A Sandi, Nogaré di Crocetta - Foto: a Sandi, Nogaré di Crocetta _Autos und Weine
A Sandi, Nogaré di Crocetta - Foto: a Sandi, Nogaré di Crocetta

Die prachtvolle Villa Sandi, im Jahr 1622 im palladianischen Baustil errichtet, ist Namensgeber und Hauptquartier des umfangreichen Weinunternehmens. Mehrere Kellereien und große Weinbergsflächen gehören zu diesem eindrucksvollen Familienbesitz. In den Kellern der Villa lagern tatsächlich noch Spumanti zur Reifung – der größere Teil wird jedoch perfekt und zuverlässig in der nahegelegenen großen Kellerei in der Nähe im Veneto ausgebaut.

Die Familie Moretti Polegato widmet sich seit mehreren Generationen dem Weinbau in der Region. Uns haben die Prosecchi dieses Hauses immer besonders wegen ihrer ausgeprägt fruchtigen Aromen überzeugt – wunderbar klassisch. Darüber hinaus sind auch andere Spumanti wie der Champagne-ähnliche „Opere“ sehr bemerkenswert. Und auch die stillen Weine – bis hin zum wirklich großen Rotwein „Corpore“ - sind absolut perfekt.

Winzer: Andrea & Piero Sartori

Casa Vinicola Sartori di Verona, Negrar a Valpolicella_Foto_Casa Vinicola Sartori di Verona, Negrar a Valpolicella_Autos und Weine
Casa Vinicola Sartori di Verona, Negrar a Valpolicella - Foto: Casa Vinicola Sartori di Verona, Negrar a Valpolicella

1898 kaufte Pietro Sartori seine ersten Weingärten. Eigentlich wollte er damit wohl nur sicherstellen, dass in seinem kleinen Hotel in Negrar bei Verona nur anständige Weine ausgeschenkt werden. So geht jedenfalls die Familiensaga …

Die folgenden Generationen erweiterten das Weingut, das für klassische Veroneser Weine hoher Qualität bekannt wurde. Im Jahr 2001 beteiligte sich dann die „Cantina di Colognola ai Colli“ in Verona an der Kellerei, was den Zugriff auf die besten Qualitäten dieser Genossenschaft ermöglichte.

Heute führen Pietros Urenkel Andrea und Piero Sartori die Geschicke des Familienunternehmens erfolgreich weiter. Auch wenn dieses Weinhaus –für die Region - sehr groß geworden ist, so sind deren Weine ganz eindeutig in der dortigen Bestenliste positioniert, das gilt vom Valpolicella bis zum Amarone.

Ungarn

Winzer: Horst Hummel

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Weingut Hummel, Villány - Foto: Weingut Hummel, Villány

Das Weingut Hummel in Villány, Ungarn, wurde 1998 von Horst Hummel gegründet. Es verfügt über 7,5 ha Weingärten mit den Sorten Portugieser, Kékfrankos (Lemberger), Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot. Hárslevelü (Lindenblättriger) und Traminer werden aus hinzugekaufter Ernte gekeltert. Seit 2008 wird das Weingut nach den Regeln des biologischen Weinbaus bewirtschaftet.
Die Gärung unserer Rotweine erfolgt spontan und in offenen Gärtanks. Nach Abschluss der Gärung verbleibt der Wein noch zwei bis vier Wochen zur Mazeration auf der Maische. Dann wird er in Eichenfässer unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Provenienz abgezogen. Dort reift der Wein, je nach Sorte, bis zu zwei Jahre.
Es ist das erklärte Ziel des Weinguts, mit gesunden Trauben aus modernem, biologischem Weinbau unverfälschte, eigenständige, charaktervolle Weine zu produzieren, die die Wesensmerkmale der Rebsorte, des Bodens und des besonderen Villányer Klimas wiedergeben.

Übersee | Südafrika

Winzer: Johan Malan & Debbie Thomson

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Simonsig Wine Estate - Foto: Simonsig Wine Estate

Im Jahr 1688 erreichte Jacques Malan, ein Hugenotte aus Merindol in Südfrankreich, das Kap und begründete damit eine bis heute andauernde Weinbautradition.
Frans Malan gründete in den 1950er Jahren am Fuße des Simonsbergs sein Weingut Simonsig (“Simons-Sicht” auf den Simonsberg). Er war einer der Pioniere des anspruchsvollen südafrikanischen Weinbaus, pflanzte als erster Chardonnay an, erzeugte bereits im Jahr 1971 den ersten „Champagner“ Südafrikas und zählt zu den Gründern der Stellenbosch Wineroute. Sehr früh begann er mit der Kombination der einheimischen Pinotage mit internationalen Rebsorten. Heute wird Simonsig geführt von seinen drei Söhnen, die die 210 Hektar große Farm zu einem der bekanntesten und meistprämierten Weingüter Südafrikas machten.